Amy von den Plejaden

 

 

Mit unserer Amy habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Immer schon hatte ich mir einen Collie gewünscht (damals natürlich noch einen Langhaar).
Eyco war ca. 4 Jahre alt als die Familie beschloss, einen zweiten Hund aufzunehmen. Zuerst dachten wir an einen Hund aus dem Tierheim, aber mit drei z. T. noch kleinen Kindern wollten wir kein Risiko eingehen und entschieden uns doch für einen Welpen. Diesmal sollte ich aussuchen dürfen.

Als ich sagte, dass ich einen Kurzhaar-Collie wollte, machte sich Jürgen sofort an die Recherchen. Diese Rasse ist noch weniger bekannt als der Eurasier und in Österreich noch wesentlich seltener. Aber der Zufall wollte es so, dass es zu dieser Zeit tatsächlich ein Wurf in Niederösterreich gab. Bei unserem ersten Besuch verflogen alle Bedenken, ob denn mandelförmige Augenso schön sein können wie Eycos große, braune Augen, und ob das angeblich harte Fell auch zum Streicheln einlädt.
Amy war wie ihre Geschwister ein Energiebündel – laufen, hochspringen, spielen und die Mama in den
Schwanz zwicken – und das alles fast gleichzeitig. Wir hatten uns einiges vorgenommen!

 

Amy und Eyco
Als wir Amy nach Hause brachten, war Eyco zuerst einmal erstaunt, was wir mit diesem lächerlichen Ding vorhätten. Schnuppern und dann ignorieren, er dachte damit wäre die Sache erledigt. Ganz anders die kleine Amy, sie stolzierte durch unseren Garten als ob er bereits ihr gehörte, dabei war sie noch kleiner als unsere Katzen! Selbstbewusstsein wird den Kurzhaar-Collies zurecht nachgesagt und das brauchte sie auch, um Eyco dazu zu bringen, sie zu akzeptieren. Etwa drei Wochen lang zeigte er ihr sein Wolfsgesicht und uns, dass er sehr gut auf diesen Neuzugang verzichten kann. Dann hat sich unsere Kleine durchgesetzt und ihn endlich zu ihrem ersten Spiel animieren können. Seitdem ist das Eis gebrochen und die beiden geben ein interessantes Paar ab, bis Eyco wieder einmal eine Eurasier-Dame trifft, denn dann ist seine unstandesgemäße Partnerin für kurze Zeit vergessen.
Gott sei Dank ist Amy nicht eifersüchtig, denn Eyco mit seiner tollen Haarpracht ist natürlich der bei weitem auffälligere Hund und erregt bei unseren Ausflügen meist mehr Aufmerksamkeit. Dabei will er viel lieber seine Ruhe und sie freut sich über jede Zuwendung.

In der Hundeschule
Welpenschule, Begleithundeprüfung A und 1 – alles brav absolviert, so ist unsere Amy.

 

 

In der Familie
Freundlich und fröhlich, verspielt und anschmiegsam, niemals aggressiv oder nervös – so sind Kurzhaar-Collies und so ist auch unsere Amy. Auf unglaublich charmante Art und Weise ist es ihr gelungen, Grenzen zu verschieben, die Eyco niemals in Frage stellen würde.
Die englische Bezeichnung lautet „Smooth Collie“ – wobei das Smooth für die Fellstruktur als glatt zu übersetzen wäre. Amy ist in ganz anderem Sinne ein Smooth Collie, denn Kuscheln und Einschmeicheln, und das am liebsten auf dem Sofa, ist ihre abendliche Lieblingsbeschäftigung. Sie liebt es eben weich und warm und nasse Füße sind ihr ein Gräuel. So ist sie wahrscheinlich der reinlichste Hund, den man sich nur wünschen kann.

Weil Amy sehr gerne ihre Spielsachen apportiert, werfe ich für sie bei  unseren Spaziergängen gerne ein Stöckchen oder einen Ball. So bekommt sie durch das oftmalige Hin- und Herlaufen die Bewegung, die sie braucht. So leicht bekommt man einen Kurzhaar-Collie nämlich nicht müde. Angeblich haben sie vor langer Zeit einen Schuss Greyhoundblut mitbekommen, das würde zumindest diese unglaubliche Leichtfüßigkeit erklären, mit der sich unsere Amy bewegt.
Übrigens – mit unseren Kindern hat sich Amy immer wunderbar verstanden. Ballspielen (sie kann jeden Ball stoppen und inzwischen zerbeißt sie ihn auch nicht mehr), Stöckchen werfen, Fangen spielen und Kuscheln, Amy ist für alles zu haben.

 

Karin Miethlinger

 

Wer auch immer gesagt hat,
Glück könne man nicht kaufen,
hat die kleinen Welpen vergessen.

Gene Hill

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